Die Geschichte zum Dorfladen in Renkenberge

Veröffentlicht am 03.06.2021


Die Gemeinde Renkenberge ist eine Siedlergemeinde, die ab 1932 im Rahmen der Emslandkultivierung entstand. Anfangs haben hier 33 Siedler aus verschiedenen Orten eine neue Heimat gefunden. Damals bot sich links und rechts der heutigen Wahner Straße ein Bild von Heide, Moor und Wasser, Schafe bereicherten die Ödlandflächen. Unter den Siedlerstellen befanden sich auch sogenannte Handwerkerstellen. So wurde die Siedlerstelle Nr. 7 von Clemens Triphaus aus Grafeld als Gastwirtschaft und Laden erworben. Das gewährleistete den Bürgern von Renkenberge mitten im Ort neben der Schule eine Gastwirtschaft mit einer Grundversorgung an Lebensmitteln.

Die Tochter von Clemens Triphaus, Marianne Triphaus, heiratete Wilhelm Terhorst. Seit dem Zeitpunkt hieß die Gaststätte Terhorst. Mit der Zeit machten leider die großen Discounter den kleinen Dorfläden das Leben und Überleben sehr schwer und zwangen sie vielerorts zur Aufgabe. So wurde auch der Dorfladen Terhorst in Renkenberge geschlossen. Leider scheiterte auch eine zeitweilige Wiedereröffnung durch einen Pächter.

Die Grundversorgung an Lebensmitteln und Drogerieartikeln war in Renkenberge seither nicht mehr gegeben. Die nachfolgende Generation wollte die Gastwirtschaft nicht weiterführen, somit wurde die Wirtschaft ebenfalls geschlossen. Einige Jahre stand das Gebäude ohne seinen ursprünglichen Nutzen dar. Nach dem Tod von Frau Marianne Terhorst stand das ehemals sehr schöne ursprüngliche Haus mitten im Renkenberger Ortskern sogar leer. Der Gemeinde Renkenberge war es zu dem Zeitpunkt finanziell nicht möglich, das Haus und das Grundstück zu erwerben. Doch dann wurde die Dorfregion Fresenburg/ Renkenberge mit Beschluss vom 07.06.2016 in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachen aufgenommen und es ergaben sich dadurch ganz neue Möglichkeiten.

Die Nachfolgenutzung der ehemaligen Gaststätte im Dorfmittelpunkt wurde mit in den Dorferneuerungsplan aufgenommen. Das ursprüngliche Gebäude soll dem Original von 1933 so getreu wie möglich nachgebaut werden. Beantragt wurde ein neues Dorfgemeinschaftshaus mit einem Dorfladen und einem Gesellschaftsraum mit einer Größe für bis zu 50 Personen im Erdgeschoss. Dieser Raum wird auch von der Grundschule als Mensa genutzt werden.
Das Obergeschoss soll für die Kleinen genutzt werden mit einem Raum für die Eltern-Kind-Gruppen und einer Krippengruppe als Außenstelle der Kindertagestätte St. Bartholomäus in Wippingen. Die Förderung für dieses Vorhaben wurde er Gemeinde Renkenberge zugesagt.

Zum jetzigen Zeitpunkt stehen wir kurz vor der Fertigstellung des Gebäudes. Der Dorfladen wird am 02. Juli 2021 seine Türen öffnen. Eine Besonderheit des Dorfladens wird sicherlich der Unverpackt-Bereich sein. Obst und Gemüse werden größtenteils von einem regionalen Anbieter erworben. Es ist sogar angedacht, den Laden einmal in der Woche ehrenamtlich zu führen und einen Seniorennachmittag stattfinden zu lassen.

Der neu gegründete Verein „To Hus in Renkenberge“ unterstützt den Laden in Rat und Tat.

Wenn auch Sie Lust haben, in dem Verein mitzuwirken, sprechen Sie uns gerne an!

Die neue Krippengruppe startet im Sommer nach den Ferien zum neuen Kindergartenjahr. Die Außenanlagen sind gerade in Arbeit und der Mehrgenerationenspielplatz wird im August fertiggestellt sein.

Leider ist die Aussicht auf eine gebührende Eröffnungsfeier derzeit aufgrund der Corona-Pandemie eher trüb. Sofern es die Zeit zulässt, hoffen wir dennoch auf eine schöne Einweihung unseres „Renkenberger Hus“. Durch das neue „Renkenberger Hus“ ist der Dorfmittelpunkt neben der Kirche, der Schule und des Gemeindehauses sehr aufgewertet. Die überdachte Terrasse mit dem Mehrgenerationenspielplatz und einer öffentlich zugänglichen Toilette laden doch sicherlich Radfahrer und Familien zum Verweilen in Renkenberge ein.

Quelle: Gemeinde Renkenberge